“Während man in Ägypten noch lernte, Steine zu stapeln, hatte Malta bereits fertige Tempel. Ġgantija, Ħaġar Qim, Mnajdra – mehr als 5000 Jahre Geschichte.”

Glaubst du, die Pyramiden von Gizeh seien die ältesten Bauwerke der Welt? Das stimmt nicht. Ġgantija auf Gozo ist 1000 Jahre älter. Die maltesischen Tempel sind die ältesten freistehenden Steinbauten der Erde – sie sind mehr als 5500 Jahre alt. Und niemand weiß wirklich, wie sie gebaut wurden.
Monumentale Kultkomplexe, die von einer prähistorischen Kultur, die Malta bewohnte, aus riesigen Kalksteinblöcken errichtet wurden – zwischen 3600 und 2500 v. Chr. Sie wurden ohne Kenntnis des Rades, ohne Metall und ohne eiserne Werkzeuge gebaut. Nur mit Stein, Tierknochen, Feuer und heute unbekanntem Wissen.
| Tempel | Lage | Alter | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Ġgantija | Xagħra, Gozo | ca. 3600 v. Chr. | Der älteste und größte. Mauern bis 6 m. Eintritt ca. 9 EUR |
| Ħaġar Qim | Süden Maltas | ca. 3600 v. Chr. | Am besten erhalten. Auf einer Klippe mit Meerblick. Unter einer Schutzmembran |
| Mnajdra | Süden Maltas | ca. 3600 v. Chr. | 500 m von Ħaġar Qim entfernt. Astronomische Ausrichtung – die Sonne fällt zur Sonnenwende durch die Tür |
| Tarxien | Malta (Wohnviertel) | ca. 3150 v. Chr. | Hervorragende Schnitzereien und Artefakte. Weniger spektakuläre Umgebung |
Wir wissen es überhaupt nicht. Die maltesische Tempelkultur entstand um 3600 v. Chr. und verschwand um 2500 v. Chr. vollständig – als wäre sie innerhalb einer Generation ausgestorben oder ausgewandert. Es gibt keine Spuren eines Übergangs zur nächsten Kultur. Das ist eines der größten Rätsel der Vorgeschichte.
Als die Ägypter die Pyramiden erst planten, standen auf Malta bereits monumentale Tempel aus Kalksteinblöcken. 5500 Jahre – und niemand weiß, wer sie gebaut hat oder warum diese Kultur von einem Tag auf den anderen verschwand.
Nimm ein Kombiticket von Heritage Malta, das die Tempel und das Archäologische Museum in Valletta umfasst. Im Museum befinden sich Originalfiguren und Artefakte aus den Tempeln – die „Schlafende Frau“ und die Statue der dicken Göttin sind absolut erstaunliche Funde.