“Rabat liegt direkt neben Mdina, aber nur 1 von 10 Touristen schaut hier vorbei. Schade — hier befinden sich einige der besten Sehenswürdigkeiten der Insel und eine authentische maltesische Atmosphäre.”
Rabat ist eine Stadt, die oft im Schatten ihrer berühmten Nachbarin Mdina bleibt. Schade, denn sie birgt faszinierende frühchristliche und römische Sehenswürdigkeiten. Es lohnt sich, ihr ein paar Stunden zu widmen und zu sehen, wie das authentische maltesische Leben abseits der Touristenpfade aussieht.
Obwohl sie heute zwei eigenständige Städte sind, bildeten Rabat und Mdina historisch eine Einheit. Mdina auf dem Hügel diente als alte Hauptstadt Maltas, während Rabat ihr Vorort war (das arabische „rabat“ bedeutet wörtlich „Vorort“). Die meisten Touristen konzentrieren sich auf Mdina — ein Fehler, denn Rabat bietet ebenso interessante Sehenswürdigkeiten, besonders wenn du dich für frühchristliche Geschichte interessierst.
Einer der größten Katakombenkomplexe außerhalb Roms. Das weitläufige System unterirdischer Gänge aus dem 2.–4. Jahrhundert n. Chr. ist äußerst beeindruckend. Im Ticketpreis (ca. 5 EUR) ist ein Guide enthalten, der dir Folgendes erklärt:
Kleiner, aber mit etwas Besonderem — erhaltene frühchristliche Fresken, eine echte Seltenheit im weltweiten Maßstab. Ein Heritage-Malta-Ticket kostet ca. 5 EUR. Es lohnt sich, diese einzigartigen Malereien im Original zu sehen.
Der Überlieferung zufolge lebte der heilige Paulus genau hier, nachdem sein Schiff im Jahr 60 n. Chr. vor der Küste Maltas gesunken war. Über der Grotte steht eine schöne Kapelle — der Eintritt ist kostenlos. Der Ort ist besonders für christliche Pilger wichtig.
Ein Museum mit Überresten einer römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Die Hauptattraktion sind wunderbar erhaltene Bodenmosaike — einige der schönsten im Mittelmeerraum. Sie lassen erahnen, wie wohlhabende Römer auf Malta lebten.
Rabat bietet deutlich authentischeres und preisgünstigeres Essen als das touristische Mdina. Entlang des Hauptplatzes (Il-Pjazza tal-Parroċċa) findest du gemütliche Cafés mit traditioneller maltesischer Küche.
| Gericht | Was ist das? | Richtpreis |
|---|---|---|
| Pastizzi | Snack aus Filoteig mit Ricotta oder Erbsen | 0,50–1 EUR |
| Ftira | Maltesisches Sandwich auf knusprigem Brot | 3–5 EUR |
| Ħobż biż-żejt | Brot mit Tomate, Olivenöl und Kapern | 2–4 EUR |
Am einfachsten mit den Buslinien 52 oder 53 von Valletta. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten. Vor Ort sind alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar — Rabat ist kompakt.
| Tageszeit | Aktivität | Dauer |
|---|---|---|
| Morgen | Besichtigung von Mdina | 2–3 h |
| Gegen Mittag | Mittagessen in einem Café in Rabat | 45 min |
| Früher Nachmittag | St.-Pauls- und St.-Agatha-Katakomben | 1,5–2 h |
| Später Nachmittag | Domus Romana | 45 min |
| Abend | Rückfahrt mit dem Bus nach Valletta | 45 min |
Plane für Rabat mindestens 3–4 Stunden ein (ohne Mdina). An heißen Tagen solltest du unbedingt Wasser mitnehmen — die Besichtigung der Katakomben ist faszinierend, aber körperlich anstrengend. Und ein Ricotta-Pastizzi am Hauptplatz ist ein Pflichtstopp.
Für mich ist Rabat der beste Kontrast zum touristischen Mdina. Dieselben Mauern, dieselbe Geschichte — aber keine Warteschlangen, niedrigere Preise und die authentische Atmosphäre einer maltesischen Kleinstadt.